Corona Gedicht

Objekt

Titel

Corona Gedicht

Beschreibung

Wenn die Sonne scheint und die ersten Blumen lachen,
der Mensch sich erfreut an den Bäumen, an jedem einzel'n Ast.
Dieser Frühling ist zu ruhig, man sollte sich Gedanken machen,
vor allem darüber, dass sich niemand an den Händen fasst.
Die erste Begegnung mit der Natur, mit dem aufregenden Leben,
Menschen wandern, riechen Gräser, hören Vögel singen.
Doch eine Nähe zu anderen Menschen soll's nicht geben.
Mindestens ein Meter Abstand, so könnt's gelingen.
Die soziale Distanz ist für die meisten Menschen nicht leicht,
die weite Entfernung von geliebten Gleichgesinnten schmerzt.
Aber wenn es dann mal heißt: "Der Peak ist nun erreicht" -
so wissen wir, es war gut so, niemand hat gescherzt.
Und allein die Begegnung mit anderen aus der Ferne
ist eine Lehre für viele, die nur mehr auf Tunnelsicht waren.
Denn was ist es, was ich vom Abstand halten lerne?
Ich schau mich um, achte auf die ander'n, um sie vor Unheil zu bewahren.

Datum

31.März 2020

Zuordnung

Zusammenleben und Leben auf Distanz

Räumlicher Geltungsbereich

Graz

Urheber

Margit
24
weiblich
3
Nein
Nein
Stadt
BHS mit Matura
Studentin
Ja

Rechteinhaber

Ja

Sammlungen

This item was submitted on May 1, 2020 by [anonymous user] using the form “Meine Erinnerung” on the site “ComeBack - Das Corona-Archiv der Universität Graz”: https://corona-archiv.uni-graz.at/s/ComeBack

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